Torben Ibs, Juli 2018

«Eine Erzählerin in der Tradition Homers und ein wahnsinniger Kraftakt. Mit äusserster Präzision in der Rhythmisierung lässt sie die Welt von Büchners Lenz vor dem inneren Auge erscheinen: die abgelegenen Siedlungen in den Wäldern, die Gestalten, mit denen Lenz sich umgeben muss, das Schwanken zwischen Magie und Christenheit. Petri führt als wahre Connaisseurin durch den Roman und lässt ihn auferstehen in sich und ihrer Sprachmelodik.»

pdf

Lilli Helmbold, Juni 2018

«Der Eigentümlichkeit der Erzählung Büchners entsprechend, changiert ihre Darbietung zwischen zwei Polen: aus einer äusserlichen Perspektive über die seltsamen Zustände von Lenz zu berichten  und unmerklich in die innere Perspektive wütiger Ohnmacht und einsamer Traurigkeit zu rutschen.»

pdf

Steffen Georgi, 04.05.2018

«Dass es dennoch funktioniert, ist massgeblich Petris Darbietung zu verdanken. Im Bühnenlicht sitzt sie auf einem Stuhl und spricht. Die Tonlagen: so emotional wie nötig, aber nie auch nur einen Grad mehr als das. Und wie die Intonation ist auch die Körpersprache eine, die nichts forciert, aber immer korrespondiert. Petri ist wie ein Text-resonanzraum, aber keiner, in dem Pauken und Trompeten dröhnen, sondern auch in Wahn und Seelenschmerz Nuancen zum Klingen kommen. Mann kann auch sagen: Gut, dass gerade den Text eine Frau spricht.»

PDF

Thierry Frochaux, 02.03.2018

«Eine Schauspielerin und ein sprachgewaltiger Text reichen vollkommen aus, um Begeisterung herzustellen.»

«Dank Mona Petri (Regie: Nils Torpus) wird man auch als Publikum reingezogen, durchgekaut und ausgespuckt – und freut sich sogar noch über die Anstrengung der Konzentriertheit bis nahe einer Erschöpfung.»

PDF

Christoph Schneider, 20.02.2018

«Klugerweise gestikuliert die Inszenierung von Nils Torpus dazu nie, simuliert keine Zusatzposen von Wahnsinn. Der drängt aus dem Innern der Sprache. Mona Petri, wunderbar textsicher, macht das grossartig und treibt die Melodie des Schmerzes von der kühlen Beschreibung zum leisen kindlichen Klagen und zum jammervollen, furchteinflössenden Wortschwall.»

PDF