LENZ

VON GEORG BÜCHNER

 
 

«...Am Himmel zogen graue Wolken, aber Alles so dicht, und dann dampfte der Nebel herauf und strich schwer und feucht durch das Gesträuch, so träg, so plump. Er ging gleichgültig weiter, es lag ihm nicht's am Weg, bald auf- bald abwärts. Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehn konnte. Anfangs drängte es ihm in der Brust, wenn das Gestein so wegsprang, der graue Wald sich unter ihm schüttelte, und der Nebel die Formen bald verschlang, bald die gewaltigen Glieder halb enthüllte; es drängte in ihm, er suchte nach etwas, wie nach verlornen Träumen, aber er fand nichts....»

«Lenz» zählt zu den wichtigsten Erzählungen der deutschen Literatur. Der Regisseur und Schauspieler Nils Torpus, ehemaliger Leiter des Theater Marie, und die Schauspielerin Mona Petri gehen Büchners Text auf den Grund. In ihrer Bühnenfassung steht die Sprache im Zentrum. Mona Petri und Nils Tropus erzählen die Entgrenzung der Hauptfigur Lenz als permanenten und pulsierenden Extremzustand, in dem sich die Oberfläche in bodenlose Tiefe verliert.


Regie Nils Torpus
Spiel Mona Petri
Lichtdesign Roger Stieger
Produktionsleitung Ramun Bernetta

Produktion
Torpus/Petri und Bernetta Theaterproduktionen

Koproduktion
Theater Winkelwiese Zürich - Teil des internationalen Büchner Zyklus in Zusammenarbeit mit der Schaubühne Lindenfels Leipzig und dem Theaterkollektiv Dinoponera/Howl Factory

 

UA/Premiere 17. Februar 2018 Theater Winkelwiese Zürich

Unterstützt durch Kanton Zürich Fachstelle Kultur, Lotteriefonds Kanton Solothurn, Ernst Göhner Stiftung, Jürg George Bürki-Stiftung, Georges und Jenny Bloch Stiftung, Migros-Kulturprozent, Schweizerische Interpretenstiftung (SIS)
 



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