THE BIGGER BANG
NOCHMAL DAS UNIVERSUM, EINFACH VIEL BESSER
EINFACHE GESELLSCHAFT WINTSCHRATHSCHRÖDER
Den Tasmanischen Wolf gibt’s nicht mehr und den Käseigel auch nicht. Den Stegosaurus, die Gelben Seiten, die sich selbst fortpflanzenden Kopffüssler und die Salzteiggeschenke zu Weihnachten, all das gibt’s nicht mehr. Verrichtungshelfer sind ebenso ausgestorben, wie die Credit Suisse und jene gallertartigen Tiefseemonster, die an Land zu glibbern versuchten, um Paradiesvögel zu werden. Es gibt keine Scham mehr zu verlieren, keine neuen Kontinente mehr zu entdecken und auch keine Utopien, die über unseren individuelle Tellerränder hinaus etwas Zukunft zu basteln vermögen.
Sehr schade. Denn eigentlich hätte der Urknall das Potenzial gehabt, unsere Erde zu einem Füllhorn durchgeknallter Lebensformen und Lebenskonzeptideen zu machen. Stattdessen hat er eine Siegerspezies hervorgebracht, die nichts Besseres mit sich anzufangen weiss, als die grosse Verödung voranzutreiben und unseren Planeten, mit allem, was darauf kreucht und fleucht, in voller Fahrt gegen die Wand zu brettern.
Dem wollen wir, die Einfache Gesellschaft WintschRathSchröder, nun etwas entgegensetzen. Mit THE BIGGER BANG – Nochmal das Universum, einfach viel besser laden wir zu einem kollektiven Relaunch des Urknalls in die Aktionshalle der Roten Fabrik.
Auf dem evolutionären Schrottplatz stöbern wir nach den eigentlichen Sinnen und Unsinnen des Lebens und reanimieren alle und alles, das während der Evolution dem Teufel ab dem Karren gefallen ist. Kurz: wir vollziehen mit Kunst, was das echte Leben nicht auf die Reihe kriegt: wir erfinden ein neues, viel geileres Universum. Wir unterwandern säkulare und sakrale Machtkonstrukte und den ganzen Survival of the Fittest-Scheiss und erschaffen eine Welt, in der all die liebenswerten Loser und ihre nicht mehrheitsfähigen Ideen, die in den letzten Jahrmilliarden auf der Strecke geblieben sind, einen zweiten Frühling erleben.
Spiel/Musik Milky Diamond, Vera Kappeler, Josef Mohamed, Anna-Katharina Müller, Uschi Reiter, Peter Conradin Zumthor
Choreografie Jain Souleymane Koné
Regie/Konzept/Spiel Denise Wintsch, Christoph Rath, Michel Schröder
Kostüm Nic Tillein
Bühne Mikki Levy-Strasser
Video Roland Schmidt
Licht Marek Lamprecht
Ton Rebecca Vonlaufen
Produktionsleitung Ramun Bernetta, Lukas Piccolin
Assistenz Sina Wider
Grafik Michael Brauchli
Produktion
Einfache Gesellschaft WintschRathSchröder
Koproduktion
Fabriktheater Rote Fabrik Zürich
Sprache Mundart, Dyula, Deutsch, Französisch, Österreichisch (diverse Dialekte), Englisch, Kirchenlatein, Spanisch, Ägyptisch, Altgriechisch
Dauer TBD
UA/Premiere 11. Juni 2026, Aktionshalle Rote Fabrik
Unterstützt durch Stadt Zürich Kultur, Ernst Göhner Stiftung, Kultur Swisslos-Fonds des Kantons Solothurn