Der Zirkus als Ort von Glanz und Elend, Zuflucht für Phantasten und Gescheiterte, soziales Biotop am Rande der Erfolgsgesellschaft, ist der Tatort der neuen TRIAD Produktion.

«Kunst und Können, Charme und Witz» mit dieser Ankündigung lockte der Circus Jupiter früher die begeisterten Massen unter die Kuppel seines Zeltes. Doch mit dem Erfolg ist es vorbei. Die meisten Artisten sind mittlerweile anderswo untergekommen, das Zelt ist verkauft und darüber, wo das letzte Pony seine finale Bestimmung gefunden hat, spricht man lieber nicht.
Die Nachbarn auf dem zugewiesenen Platz am Stadtrand: Bürogebäude einer Grossbank, ein Wohnhaus mit Butler für urbane High-Performers, ein von der Hausbesetzerszene okupiertes Areal, Parkplätze.
Doch nun soll alles anders werden. Die Stadt auferlegt dem abgebrannten Zirkusdirektor neue Ziele: Er soll ein Projekt realisieren, das Institutionen und Sponsoren für sich begeistert, Menschen mit sozialen Beeinträchtigungen integriert, neues, kulturell interessiertes Publikum aufs Areal lockt und Geld in die leeren Kassen spült.
Verstärkt durch einen älteren Schauspieler, der den Anschluss an die nachkommende Generation verpasst hat und eine sozial herausgeforderte jungen Frau mit Faible für Zahlen, stürzen sich die Zirkusleute in die Arbeit.
Musik von Giuseppe Verdi und das Skript zu Federico Fellinis Film „La Strada“ werden für den Zirkus adaptiert.
Ein Sozialdrama mit viel Musik, Mut, Verzweiflung und etwas Zirkusartistik.

Das Projekt befasst sich mit Menschen, die in Sachen Tempo und Produktivität nicht mehr mithalten können und sich irgendwann plötzlich am Rand der Gesellschaft wiederfinden.
Denn was die Meinungsführenden in Staat, Wirtschaft und Medien perfekt beherrschen, wird heute zur Anforderung für jede und jeden. Die tägliche Arbeit muss nicht mehr nur getan – sie muss auch glaubwürdig performt werden. Es reicht nicht mehr aus, etwas zu leisten, man muss sich selbst als leistungsbereite, hochmotivierte und dynamische Person auch überzeugend darstellen können.
Dies verwandelt den widerständigen Menschen in eine allzeit reaktionsbereite Service- und Konsumkraft. 


Mit Eleni Haupt, Ingo Ospelt, Lukas Roth, Anja Tobler, Christoph Gantert, Martin Schumacher, Finn Jagd Andersen

Text/Regie Eveline Ratering
Musikalische Leitung Martin Schumacher
Bühne und Kostüme Luisa Beeli
Dramaturgische Mitarbeit Markus Mathis
Luftartistik Finn Jagd Andersen
Lichttechnikichttechnik Alexander Stoer
Produktionsleitung Gabi Bernetta

Produktion
TRIAD Theatercompany

Koproduktion
TAK Theater Liechtenstein Schaan, Duo MeierMoser & der Huber

Partner
Zirkus Chnopf Zürich

Gefördert durch
 

UA/Premiere 
02. September 2016 Kochareal Zürich


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