Doris Meierhenrich, 01.10.2019

«Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll bei der Beschreibung dieses ungewöhnlich vielseitigen, vielformatigen Theaterabends, der sich durch reale und virtuelle Räume und Zeiten frisst, durch Figuren, Allegorien und Bewusstseinsstadien mäandert und keines davon als nur vorläufig oder endgültig behauptet.»

«Dabei nennt der Autor und Regisseur Georg Scharegg… …sein fantastisches Stück „Kulturrevolution“ im Untertitel „eine Art-Fiction“ und verweist damit freundlich ironisch nicht nur auf das, was es selbst über kurze 90 Minuten im Schleudergang betreibt, sondern auch darauf, dass er hier ein Zukunftsbild ersponnen hat, das doch realistischer, gegenwartsnaher kaum sein könnte.»

«Ein toller, selbstkritischer, hochaktueller Abend.»

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«Wir müssen an der Peripherie den Braindrain, die Abwanderung der Talente, verhindern und den Menschen mit Kultur eine lokale Anbindung ermöglichen.» 

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Daniele Muscionico, 15.01.2019

«Miriam Japp. Die Schauspielerin, die im Theater Chur auf der Bühne steht, spielt mit einer Kraft und einem Furor, die für die ganze Produktion bezeichnend sind.»

«Der Schlagzeuger Rolf Caflisch ist das Metronom des Abends. Er schlägt den eruptiven Rhythmus zum Aufbruch. Wo im Alpenraum Fremdbestimmung war, soll Selbstorganisation werden!»

«Für den Auftritt an diesem Abend und die Live-Schaltung nach Chur funktionieren die Gurgel- und die Trinkhallen als Bastion von «Kulturrevolutionären». Sie haben sich am Inn verbarrikadiert und wollen das Heilwasser als «open source» zur Gesundung der vielen anbieten. Nairs, eine historische Quelle des Engadiner Tourismus, ist die Zukunftsfolie zum Kulturaufbruch.»

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Carsten Michels, 11.01.2019

«Zum Auftakt der Reihe «Höhenfeuer» zeigt das Theater Chur Georg Schareggs Stück «Kulturrevolution». Sperriges Thema: die globale Digitalisierung – die Umsetzung allerdings ist brillant.»

«Klingt nach einem komplizierten Verfahren, entpuppt sich aber in der Umsetzung als so brillant wie bestechend einfach.»

«Aktueller und brisanter kann Theater kaum sein.»

«Das Stück fordert sein Publikum, und zwar genau so sehr, wie das Thema es verlangt. Zur Entlastung aber schickt der Regisseur ein Schauspielerquartett (samt Schlagzeuger Rolf Caflisch) auf die Bühne, das mit abgründigem Spielwitz und homerischem Gelächter der Verkopftheit ein Schnippchen schlägt. Susanne Abelein, Lisa Hofer, Miriam Japp und Christian Sprecher schlüpfen höchst unterhaltsam in jede nur denkbare Rolle»

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