EINFACHE GESELLSCHAFT WINTSCHRATHSCHRÖDER
Die Einfache Gesellschaft WintschRathSchröder entstand aus dem Zusammenschluss von Denise Wintsch, Christoph Rath und Michel Schröder, die 2019 damit begannen, ihre Projekte vermehrt gemeinsam zu realisieren – dies, nachdem sie zuvor rund zwei Jahrzehnte auf ihr eigenes Kunstschaffen fokussiert waren und ihre ganz eigenen Theatersprachen entwickelt und etabliert hatten. Beschränkten sich ihre gegenseitigen Kooperationen anfänglich noch auf das Mitwirken in einzelnen Arbeiten, wurde der Wunsch zur umfassenderen Zusammenarbeit immer stärker. Aus der sowieso schon vorhandenen, grossen gegenseitigen Wertschätzung als Künstler*innen und Menschen, wurde eine tiefe Überzeugung, dass hier verwandte Seelen zusammengefunden haben, die sich, bei aller Verschiedenartigkeit und Eigentümlichkeit, gegenseitig zu befruchten, anzutreiben und neu zu inspirieren vermögen.
Seit ihren Anfängen beschäftigen sich die Künstler*innen der Einfachen Gesellschaft WintschRathSchröder unabhängig voneinander in ihren Arbeiten mit dem Erforschen und Kreieren von halluzinierenden Trash-Poesie-Welten. Paralleluniversen, die frei zwischen Traum und Wirklichkeit oszillieren; die mit scharfer Analyse und bewusst unscharf gehaltenen Aussagen Fantasieräume für ein anderes, hoffentlich befreiteres Leben öffnen.
Für sie alle ist Theater eine undefinierte Kunstform, die dazu auffordert, sie immer wieder aufs Neue zu erfinden. Eine Kunstform, für die es keine klar definierten Rezepturen, Regeln und keine Sicherungsseile gibt – sondern nur den freien Fall des offenen künstlerischen Prozesses.
Die Unmittelbarkeit, die Vergänglichkeit und die chemische Reaktion mit dem Publikum sind jene Komponenten, die Theater für sie so reizvoll machen. Und sie fühlen sich verpflichtet, jeweils das ganze Spektrum an künstlerischen Freiheiten und Möglichkeiten zu nützen, damit sich die Magie des Live-Moments auch tatsächlich entfalten kann.
Da Rationalität heute im echten Leben einen schweren Stand hat, findet die Einfache Gesellschaft WintschRathSchröder es notwendig, auf der Bühne wieder verstärkt den Pfad der künstlerischen Irrationalität einzuschlagen – um den realen Irrsinn zu unterlaufen und zu versuchen, ihn mittels künstlerisch kathartischer Prozesse in fruchtbare Energien und Utopien umzuwandeln. Die Mitglieder sehen es als ihre Aufgabe als Künstler*innen, die hierfür notwendigen Werkzeuge und Formate zu erfinden und durch Überwindung unserer eigenen Tellerränder bislang unbekanntes Neuland zu erschliessen.